
Grundsätze
der Gruppenarbeit im Kreuzbund 1)
In den Selbsthilfegruppen des Kreuzbundes
schließen sich von Suchtkrankheit betroffene Menschen
freiwillig zusammen. Ihre Mitglieder bilden auf Grund ihrer
Betroffenheit eine Gemeinschaft, in der sie sich als
„Weggefährtinnen“ und
„Weggefährten" durch aktive Lebenshilfe auf dem Weg
zur Abstinenz unterstützen und die Entfaltung der
Persönlichkeit ihrer Mitglieder fördern.
Durch Gespräche und damit
verbundenen Rückmeldungen über eigenes Verhalten kann
der Einzelne zu der erforderlichen Reifung und Gesundung gelangen. Die
Gruppe hat also ein gemeinsames Grundmotiv, nämlich die Hilfe
zur Selbsthilfe.
Im einzelnen bieten die Gruppenmitglieder
persönliche Zuwendung, einfühlendes Verstehen,
Akzeptanz, Information und Hilfe, sie tragen zur Überwindung
von Isolation bei, helfen, Probleme angemessen zu bewältigen
und neue Lebensperspektiven zu entwickeln.
Der Kreuzbund ist offen für alle
Menschen, die Hilfe suchen: "Orientiert am Handeln und Leben Jesu
heißt der Kreuzbund jeden willkommen. Er macht keinen
Unterschied in Religion, Hautfarbe, Stand etc. "2)
"Der Kreuzbund ist offen für alle
Menschen; spezialisiert ist er auf Alkohol- und
Medikamentenabhängigkeit. "3)
In Mülheim gibt es neun Kreuzbundgruppen in
unterschiedlichen Stadteilen, davon eine Gruppe speziell
für Frauen. Die Gruppensitzungen finden wöchentlich
statt und dauern eineinhalb, maximal zwei Stunden.
In den Gruppen sind im Durchschnitt zwölf Teilnehmer.
Jeder, ob Suchtkranker oder Angehöriger, ist
herzlich willkommen. Für den Besuch der Gruppensitzungen
ist die Mitgliedschaft im Kreuzbund keine Voraussetzung.
Im weiteren finden Sie Einzelheiten zu den einzelnen
Kreuzbundgruppen.
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1) vgl. Kreuzbund (Hrsg.): Handbuch zur Gruppenleitung
2) Kreuzbund-Leitbild (Hrsg.): "Grundwerte"
3) Kreuzbund-Leitbild (Hrsg.): "Unser Angebot"
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